• Madlen

2. Triathlon Bundesliga Eutin 16.06.2019

Am vergangenen Wochenende stand mein erster richtiger Wettkampf der Saison an - Eutin 2. Triathlon Bundesliga mit KTT01.

Ich habe mich sehr auf das Wochenende gefreut, weil ich seit langem endlich wieder einige aus dem Team traf! Außerdem war ich gespannt wie das Rennen laufen wird.

Freitagmittag nahm ich gemeinsam mit meiner Mutter die 900km lange Fahrt nach Eutin auf (Danke Mama, dass du mich begleitet hast). Einmal komplett die A7 vom Süden in den Norden. Teilweise war die Fahrt zäh und es war viel Verkehr/Stau. Nach der Standard Mc Pause kamen wir um 22:30 Uhr im Hotel an. 10 h und 30 min Fahrt - das hatte es wirklich in sich. Danach bin ich tot ins Bett gefallen. Die Kölner waren bereits vor Ort.

Am nächsten Tag wurden wir leider mit Regen, Gewitter und (für mein Empfinden) recht kaltes Wetter begrüßt - na toll. Allerdings begann der Tag gemütlich mit einem Team Frühstück. Das Wetter besserte sich nachmittags so konnten wir unsere Vorbelastung machen und uns die Strecke ansehen. Abends war Pasta Party angesagt. Der Tag war ruhig, was mir zugutekam, weil ich die lange Fahrt und kurze Nacht noch nicht verkraftet hatte.

Meine übliche Anspannung konnte ich definitiv schon spüren.

Nun stand der Rennmorgen an – das Wetter war gut und die Sonne schien!

6 Uhr Frühstück im Hotelzimmer und ich war vorbereitet:

Nutella, labbriges Toast und sogar ein Wasserkocher für meinen Kaffee hatte ich im Gepäck.

Wir sind anschließend zum Rennort gefahren und haben als Team eingecheckt. Wir konnten die Männer noch anfeuern, bevor wir uns vorbereiten mussten.

Im Mädels Team vom KTT01 waren Augusta, Sophie, Nele und ich am Start!

Unser Startschuss fiel mit 10 Minuten Verspätung um 10:05 Uhr. Meine Nervosität und der Stresslevel waren definitiv vorhanden.

Es war ein Wasserstart und (zu meinem Glück) mit Neo - 19,6 Grad Celsius – knappe Angelegenheit. Ich war froh, nicht so frieren zu müssen. :D

Den Startschuss habe ich etwas verschlafen, weil ich nicht kapiert habe, dass der Ton schon das Startsignal war. Mit einer sehr unglücklich gewählten Startposition bin ich teilweise etwas schläfrig die 750m durch den großen Eutiner See geschwommen. Das Schwimmen war im Großen und Ganzen okay, allerdings war der Verlauf von vorneherein nicht nach meinem Plan.

Mit etwas Rückstand versuchte ich mich nach dem Schwimmen neu zu orientieren - jetzt beginnt mein Rennen!

Die Wechselzone, bzw. der folgende Weg mit dem Fahrrad zu Fuß hatte es in sich. Über die Länge wurde gestritten, aber es waren mit Sicherheit fast 700 m barfuß über Dreck, Kopfsteinpflaster und einer Baustelle - meine Füße schmerzten jetzt schon!

Auf dem Rad angekommen begann ich wie üblich erst einmal alleine die Aufholjagd. Die 5 Runden à 4 km waren herausfordernd und gespickt mit Höhenmetern. Man musste durchwegs drücken und konnte sich nicht ausruhen. Ich war gut unterwegs und konnte aufholen.

Nach der Hälfte schloss ich auf eine andere Athletin auf. Wir haben zusammengearbeitet und konnten auf eine weitere Gruppe auffahren. Trotzdem hieß es für mich nicht ausruhen, sondern weiter Gas geben. Die Kilometer hatten es in sich und ich spürte es deutlich in den Beinen - ob das Laufen noch was wird?

Nach den 20 km ging es runter vom Rad und zurück den schönen und laaangen Weg zur Wechselzone - Wer sein Rad liebt, der schiebt, oder nicht?

Auf der Laufstrecke lief ich gedankenlos meine 5 Runden, die zu absolvieren waren. Ich lief mein Rennen und versuchte Mitstreiterinnen einzusammeln; allerdings hatte ich keinen Überblick durch die hohe Anzahl an Runden.

Ich bin recht straight gelaufen und habe wenig nach rechts oder links geschaut. Wie schnell ich war - keine Ahnung.

Im Gesamten war die Laufstrecke echt super und hat viel Spaß gemacht!

Nach 5 Runden bog ich auf die Zielgerade ein. Aufgrund der fehlenden Orientierung, hatte ich über das Ergebnis keinen blassen Schimmer.

Der erste Schock wartete allerdings nicht lange. Meine Mutter fragte mich Belustigt, ob ich wirklich 5 Runden gelaufen bin und ich war sofort auf 180. Ich war total verunsichert und mir kamen fast die Tränen. Natürlich meinte sie es aus Spaß, nur kam mir das in diesem Moment noch nicht in den Sinn. – typisch.

Das Teamresultat war super! Wir konnten überlegen den Gesamtsieg feiern.

Die Einzelleistungen waren beachtlich: 1. Platz Sophie und 2. Platz Augusta – starke Leistung. Nele kam auf Platz 22 ins Ziel.

Ich bin mit meinem 10. Platz sehr zufrieden. Es ist das Beste Ergebnis bisher für mich in der 2. Bundesliga!

Resumé: Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden. Ich hatte dieses Jahr viele Ausfälle und erzwungene Trainingspausen. Deshalb wusste ich immer noch nicht so Recht, wie viel Leistung ich verloren hatte. Der Wettkampf war somit der Test.

Klar, das Schwimmen bedarf immer noch an Arbeit - aber kleine Verbesserungen sind zu erkennen. Das Rad war gut - und die 13. Radzeit ist für mich ein Erfolg.

Das Laufen war sehr zufriedenstellend. Ich hatte mit 30 Sekunden Abstand, die schnellste Laufzeit. Ich hatte gar nicht damit gerechnet so schnell unterwegs zu sein.

Hoffentlich kann ich darauf weiter aufbauen.

Nach dem Wettkampf stellten Augusta und ich einen etwas anderen Rekord auf.

Innerhalb 15 min: Dusche suchen, Duschen, Anziehen, Klamotten verstauen, mit der besten Milepace zurückrennen, Rad auschecken. Am Ende trotzdem pünktlich zur Siegerehrung. ;)

Um Punkt 13 Uhr saßen meine Mutter und ich wieder im Auto und machten uns auf den Heimweg. 22:30 Uhr waren wir schließlich wieder im Allgäu! Das waren harte Tage!

Fazit: Mal wieder ein tolles KTT Wochenende. Mit dem Team ist es immer spaßig und es gibt immer was zum lachen! Ich war mehr als glücklich viele Bekannte als auch neue Leute zu treffen und neue Freundschaften zu knüpfen. Es war schön und ich bin dankbar, dass ich dabei sein durfte.

Vielen Dank an meine Mama, die mich wieder begleitet hat! Danke für deine Unterstützung und dass du immer wieder den ganzen Stress auf dich nimmst! Das ist der Wahnsinn.

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