• Madlen

Hello Sophomore Year - 1st Race and Hurricane Panic

Die ersten 2 Wochen in Amerika sind schon wieder Geschichte! Und von ausruhen war nicht zu sprechen - es ging gleich mit Action weiter. Es standen Meetings und andere Termine an. Zudem begann die Uni und hielt mich sofort mit den ersten benoteten Aufgaben auf Trab.

Da ich ab diesem Jahr Off-Campus in einer WG mit 2 weiteren Mädels wohne, musste dafür auch vieles organisiert werden. Unglücklicherweise war mein Zimmer noch nicht frei und ich musste noch auf dem Schlafsofa und aus Koffern leben.

Bis ich mich vollständig wieder an die Umstände und den Alltag gewöhnt habe, hat es 2 Wochen gedauert - ich fühlte mich durchwegs platt und müde - viel sonstige Bewegung oder Training stand deswegen nicht auf dem Plan :D. An den Jetlag gewöhne ich mich nie.

Allerdings freute ich mich auf das Jahr - endlich bin ich startberechtigt und darf für das Team bei Wettkämpfen starten und das nach über einem Jahr! Naja; das dachte ich zumindest…. Ich bekam jedoch in der ersten Woche mitgeteilt, dass ich immer noch nicht startberechtigt bin und sie noch weitere Infos meiner alten Uni in Deutschland benötigen. Das soll wohl ein schlechter Witz sein ?! - mein einziger Gedanke.

Zum Glück regelte sich alles pünktlich am Vortag unseres ersten Wettkampfes, wo ich die erfreuliche Nachricht meines Coaches erhielt - Es ist offiziell. Ich bin startberechtigt! - Ich machte nur Freudensprünge.

Diese gute Nachricht wurde trotzdem durch eine große Besorgnis überschattet. Wir sind mitten in der Hurricane Season und Hurricane Dorian machte sich schnurstracks auf den Weg Richtung Florida. Er entwickelte sich wirklich schnell zu einem Major Hurricane und die Angst brach aus, vor allem bei mir. Die Supermärkte waren leer gekauft und jeder bereitete sich vor.

Wettkampftag 30.08.2019 - Boca Raton XC Invitational

Es war Freitag und unser Heimwettkampf stand an! Um 18:30 Uhr sollte der Startschuss für unser 5km Cross Country Rennen fallen.

Aufgrund der Hurricanewahrnung viel der Unterricht an diesem Tag aus. Wie gewöhnlich startete ich meinen Wettkampftag mit meinen Nutellasemmeln (hier leider nur noch Toasts) Frühstück.

Meine Stimmung änderte sich zügig zu einer überforderten und angstübergreifenden Stimmung. :D. Der Hurricane sollte doch schlimmer werden als wie gedacht und sollte bei uns in der Nähe eintreffen. Ich war planlos, hatte zu Hause kein WLAN und war mit der Situation komplett überfordert - typisch Madlen, stresst viel und reagiert oftmals schnell über. Für mich war es angsteinflössend, dass jeder aus Florida flüchten wollte.

Der restliche Tag war gelaufen und an Raceday war bei mir nicht zu denken. Trotzdem versuchte ich mich aufzuraffen.

The Show must go on!

Ich kam mental k.o. zum Wettkampfort an und versuchte mich zu nun zu konzentrieren. Viel Zeit blieb nicht mehr und wir liefen als Team zusammen ein. Meine Nervosität stieg, als ich die Mädels der anderen Unis sah.

Gleich zwei Premieren konnte ich feiern:

1. Das erste Mal das Teamshirt zu tragen ! - ein unbeschreibliches Gefühl; pure Freude 2. Rundies - mein erster Wettkampf in “Unterwäsche” - wirklich; dieses “Hösschen” ist gar nichts. :-)

Der Tag hat mich geschlaucht, also war ich gespannt wie der Wettkampf verläuft.

18:30 Uhr: Der Startschuss fiel und wir rannten die Gerade entlang und sortierten uns allmählich ein. Es waren zwei Runden zu laufen.

Ich war auf Anhieb in der Führungsgruppe mit dabei - wie viele wir waren wusste ich nicht, weil umgedreht wird sich nicht ;)

Das Tempo war moderat und fast im Wohlfühltempo. Mein Wissen an Taktiken und Rennverlauf ist noch nicht vorhanden, deswegen tat ich das was ich immer mache - laufen. Ich fühlte mich gut.

In der zweiten Runde veränderte sich das Verhalten meiner Konkurrentinen nicht. Das einzige was mir im Moment bewusst ist - ich kann es nicht auf einen Zielsprint ankommen lassen, dazu fehlt mir noch der nötige letzte Push. Ich entschied mich bei km 4 anzuziehen.

Meine Gegner konnten nicht mithalten und ich kam mit 15 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Ich fühlte mich erleichtert und glücklich. Das war ein besonderer Wettkampf.

Mein erster Cross Country Wettkampf überhaupt mit dem Team und zusätzlich der Einzelsieg! Das Rennen verlief wirklich gut und ich bin mehr als zufrieden. Das war ein guter Einstieg.

Wir, als Team, schnitten sehr gut ab und konnten uns die Teamwertung sichern.

Nach über einem Jahr ohne Startberechtigung / ohne Wettkämpfe in den USA bin ich endlich bereit. Ich freue mich auf den Rest der Saison!! I'm ready to race :)

Nach dem Wettkampf hatten wir noch ein Gespräch mit Coach aufgrund des Hurricanes. Die meisten verließen Boca Raton; ich bleibe, weil ich keine mögliche Unterkunft fand. Glücklicherweise zeigt die Prognose für Florida Besserungen und der Landfall soll nun nördlicher stattfinden.

Der Verlauf des Hurricanes wurde Tag und Nacht mitverfolgt - und dieser änderte sich für uns zum Guten. Die Uni war geschlossen und ich blieb die meiste Zeit in meinem Apartment. Es war stürmig und wir hatten viel Wind - das war alles.

Am Donnerstag begann die Uni wieder und der normale Alltag kehrte zurück.

Ich wurde von der Uni sogar zum Player of the Week gewählt. :)

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