• Madlen

NCAA South Regionals - 15.11.2019

Der letzte Wettkampf der Cross Country Season stand bevor. Die NCAA South Regional Championships in Tallahassee.

Mittwoch Mittag haben wir uns in den Vans auf den Weg nach Tallahassee gemacht. Die Strecke zog sich und nach gut 7 Stunden Fahrt kamen wir im Hotel an. Das Wetter war solala - ziemlich grau und trüb. Die Temperaturen betrugen um die 5-10 Grad maximal.

Nachdem wir gegessen haben ging es zügig ins Bett.

Donnerstag Vormittag machten wir einen kleinen Shake out Run, mit Drills und Strides, auf dem Wettkampfkurs. Der Kurs gefiel mir; es waren 2 gleiche Runden mit jeweils 3 km. Es war ein Anstieg mit dabei und ansonsten eine schön "rollende" Strecke. Der Kurs wurde extra für Cross Country Rennen angefertigt - unglaublich.

Der restliche Tag wurde zur Erholung und Vorbereitung genutzt. Es wurde viel gechillt, etwas Hausaufgaben gemacht und die Blackroll benutzt. Am Abend hatten wir wieder eine gemeinsame Team Pasta Party :)

Freitag - 04:30 Uhr klingelte der Wecker. Dieses mal ging es sehr früh aus dem Bett. Ich habe gefrühstückt, meine Sachen gepackt und mich vorbereitet.

Um 06:45 Uhr sind wir dann zum Wettkampfort aufgebrochen. Wir hatten in der früh keine 10 Grad und es gab einen leichten Nieselregen zu Beginn.

Zum Glück hatte jedes Team ein kleines Zelt, wodurch wir von der Kälte und dem Regen etwas abgeschottet waren.

Wir checkten gemeinsam als Team ein und wurden kontrolliert ob die Uniform etc. passt.

Meine Nervosität stieg langsam, aber ich freute mich riesig. Es war eine tolle Atmosphäre.

Anschließend liefen wir uns warm, machten Drills, und schon ging es Richtung Start.

Insgesamt waren 27 Unis vertreten mit 200 Starterinnen. Es waren 6 km zu laufen.

Die Startgerade war überwältigend. Ich fühlte mich wie auf einer Rennbahn - eine extrem breite und lange Wiesengerade.

Als wir kurz vor dem Start unsere Klamotten auszogen war ich wirklich froh, mich entschieden zu haben im Langarm - Oberteil zu laufen. Vor 2 Wochen hatte ich in Kentucky mit extremen Armschmerzen durch die Kälte zu kämpfen und wirklich wärmer fand ich es in Tallahassee nicht. :D Also gute Entscheidung.

08:30 Uhr - der Startschuss fiel. Ich kam gut weg und versuchte kontrolliert die ersten hundert Meter zu bewältigen. Der erste Kilometer ging etwas bergab und war daher sehr schnell. Ich fühlte mich gut.

Allerdings bemerkte ich schnell, dass mein Schuh auf einmal etwas lose ist. Der Schnürsenkel lockerte sich und ging auf. Die Bändel baumelten nur noch hin und her - Na toll, dachte ich mir.

Diese ganz simple Situation brachte mich jedoch etwas zu stark aus der Bahn. Ich wusste nicht wie ich mich verhalten sollte. Eine kleine Panik brach aus - was soll ich machen ? Stehen bleiben, ignorieren? Keine Ahnung.

Ich bin weitergelaufen, mein Tempo verlangsamte sich ungewollt und ich versuchte so weit wie möglich von meinen Mitstreiterinnen fernzubleiben. Ich hatte Angst, dass ich auf meinen Senkel trete oder jemand anderes.

Ich war immer noch unschlüssig und suchte mehr oder weniger nach Antworten wie ich mich verhalten sollte. Mein Fokus ging verloren, ich hatte nicht mehr das Rennen im Kopf. Es war katastrophal. Einen richtigen Zug im Schritt hatte ich nicht mehr.

Nach der Hälfte wurde mir nur gesagt, ich soll mich nicht darum kümmern. Einfach Rennen. Allerdings war es dort mental schon zu spät.

Ich finishte als 81.

Es war nicht das erhoffte Ergebnis und der Verlauf des Wettkampfes, was ich mir erhofft habe. Ich hatte mich sehr gut gefühlt und war voller Freude.

Diese Situation mag für jeden normal sein und meine Reaktion als unverständlich klingen, allerdings war ich in diesem Moment einfach überfordert. Ich konnte nicht ruhig denken.

Naja, was habe ich gelernt? Egal was passiert im Wettkampf, denk nicht darüber nach und schei* drauf. Mach einfach weiter und zieh durch.

Nächstes mal passiert so etwas nicht mehr ;).

Es ist nur schade, dass es mir bei den South Regionals passiert ist, dem wichtigsten Wettkampf.

Im Team belegten wir den 25. Platz !

Nach dem Wettkampf froren wir alle und es ging schnell zurück zum Hotel und es wurde geduscht. Wir aßen noch zu Mittag und danach sind wir "schnell" nach Hause gefahren. Um 8 Uhr abends waren wir endlich zu Hause ;)

Damit ist meine erste XC Season beendet und ich kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Mit dem Team hatten wir durchwegs Spaß und ich bin froh, teil davon zu sein - Es ist wirklich etwas schönes im Team zu sein und gemeinsam Wettkämpfe zu bestreiten.

Am Anfang war ich mit dem Cross Country wirklich überfordert - eine ganz eigene Sportart. Von Rennen zu Rennen habe ich viel dazu gelernt und habe einiges an Erfahrung gesammelt. Ich konnte mich zudem immer mehr verbessern. Langsam finde ich in den Sport rein und finde es fast schon schade, dass die XC Saison vorbei ist ;) - Auf die nächste freue ich mich allerdings jetzt schon.

Jetzt stehen erst einmal 2 Wochen Off-Season an, bevor wir uns auf die Track Saison vorbereiten. Das erste mal ein Track Wettkampf - ich bin schon gespannt :)

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