Fyn ITU Multisport World Championships 2018

12/07/2018

Mittwochnacht machten sich meine Mutter, meine Schwester und ich uns gemeinsam auf den Weg nach Dänemark zum ITU Multisportfestival Fyn.

Wir fuhren die ganze Nacht durch und meine Mutter und Schwester wechselten sich mit dem Fahren ab, damit ich etwas schlafen und konnte. Das war allerdings durch das Geruckel und die Geräusche schwieriger als gedacht – von Erholung konnte man also nicht sprechen.

 

Nach einer harten Nacht kamen wir Donnerstagmorgen schließlich in Odense auf unserem Campingplatz an. Wir frühstückten, ich machte anschließend noch meine Vorbelastung und dann ging es schon Richtung Wettkampfgelände.

Es mussten die Startunterlagen geholt werden, die Wettkampfbesprechung stand an und schließlich wurde schon das Rad für den nächsten Tag eingecheckt.  Die Wechselzone lag in einer Tiefgarage – sah genial aus.

 

Die Wettkampfbesprechung wurde von der DTU in Deutsch durchgeführt. Es war wirklich ein schönes Gefühl, ein Mitglied der deutschen Altersklassennationalmannschaft zu sein. Auch ein großes Dankeschön an Michael Fischer, der uns unterstützte und einige Fragen klären konnte.

 

Der Tag schlauchte uns 3 wirklich sehr und wir kamen abends völlig k.o. zum Campingplatz zurück – nach dem Abendessen ging es auch sofort ins Bett, denn am nächsten Tag war bereits Wettkampf angesagt!

 

 

Freitag 06.07.2018 – Duathlon Standard (10 – 40 - 5)!

 

Früh morgens um halb 6 Uhr ging schon der Wecker um pünktlich

zu Frühstücken. Wir machten uns anschließend fertig und fuhren mit dem Bus zum Wettkampfort. Im Check-In wurde mir der Chip angelegt; das Rad wurde noch einmal kontrolliert und um 9:18 Uhr sollte der Startschuss fallen.

 

 

Es war noch ziemlich frisch und extrem windig in der Früh. Dummerweise wurde der Start immer wieder nach hinten verschoben und es wurde etwas schwer sich warm und motiviert zu halten. Gegen 10 Uhr fiel letztendlich der Startschuss für uns Damen.

 

 

 

Voller Adrenalin ging es auf die Strecke. Ich fühlte mich gut und versuchte direkt vorne mitzulaufen. Ich habe für mich ein optimales Tempo angeschlagen, in dem ich mich gut und locker gefühlt habe. Langsam wurde es auch richtig warm. In der Führungsgruppe beendete ich schließlich die 9,7 km.

 

 

Zufrieden und zuversichtlich ging es dann runter in die Tiefgarage in die extrem lange Wechselzone. Nach einem schnellen und reibungslosen Wechsel ging es auf die Radstrecke.

Dort versuchte ich durchgehend Druck zu geben - das fiel mir leider manchmal etwas schwer, da meine Gedanken und Konzentration leicht abschweiften. :D Dazu kam der teils heftige (Seiten-)wind, welcher nicht leicht zu bewältigen war. Nichts desto trotz musste dort jeder durch. Schlussendlich kann ich sagen, dass ich gut durch die Radstrecke kam und mit meiner Radzeit zufrieden bin. Immer noch in meiner Altersklasse führend kam ich in die Wechselzone.

 

Der zweite Wechsel verlief sehr gut und ich freute mich auf den Lauf. Die Hitze war nun extrem und es war wichtig, sich richtig zu kühlen. Die 5,5 km über habe ich kaum andere Athleten gesehen oder überholt – ich bin zwar schnell gelaufen, hatte aber im Hinterkopf, dass in 2 Tagen der nächste Wettkampf schon ansteht.

Auf den letzten Metern konnte ich noch die zu dieser Zeit 3.platzierte Frau überholen.

 

 

Den Wettkampf beendete ich damit als 3. Frau Gesamt und gewann die Altersklasse 20-24. – Das heißt ich bin die neue Weltmeisterin in der AK 20-24.

 

 

 

 

 

 

 

Das kam wirklich überraschend und ich freue mich wirklich über den Wettkampf. Top zufrieden mit meiner Leistung. Die Siegerehrung fand am Abend statt. Es war ein richtig tolles Erlebnis.

 

 

 

Am Samstag sollte Entspannung und Erholung auf dem Programm stehen. Das kam jedoch etwas kurz, da am Folgetag der nächste Wettkampf schon anstand. Morgens war ich eine lockere Stunde rollen und nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Odense – Das nächste Briefing und der Check-In stand an! Nachdem alles erledigt wurde ging es wieder zurück zum Campingplatz und meine nächste Pastaparty stand an. :D

 

Sonntag 08.07.2018 - Duathlon Sprint (5 - 20 - 2,5)

 

Sonntag ging der Wecker schon um 04:45 Uhr – Entschuldigung an Mama und Alina, aber ich muss leider 4 Stunden vorher meine Tonnen Toast mit Nutella essen.

 

Müde machten wir uns danach wieder mit dem Bus auf den Weg nach Odense. Dort angekommen wurde noch einmal das Rad gecheckt und letzte Handgriffe erledigt.

 

Es war wieder wirklich frisch am Morgen und ich hoffte nur, dass die Sonne bald zum Vorschein kam. Ich war vor dem Start wirklich aufgeregt und wusste nicht, wie ich das Rennen vor 2 Tagen verkraftet hatte. Meine Beine waren echt schwer. Ich war mir sicher, dass es ein harter Wettkampf wird. An einem Platz auf dem Podium habe ich nicht gedacht – aber gehofft. Die Zweifel machten sich breit. Nun ja – racemode on und das Beste geben.

 

Der Startschuss fiel diesmal pünktlich und somit begaben wir Damen uns um 9:00 Uhr auf die ersten 5,5 km. Es waren insgesamt drei Laufrunden zu bewältigen. Die erste Runde war noch extrem zäh und das Tempo wurde sehr hochgehalten. Ich dachte nur: oh gott – das kann hart werden.

 

Glücklicherweise kam ich aber ziemlich schnell in den Schritt und meine Beine fühlten sich immer besser an. Meine Konkurrentinnen konnten das hohe Tempo nicht halten und ich übernahm die Führung. Ich lief mein Wohlfühltempo und konnte sogar einen Vorsprung herausholen.

 

 

 

 

 

 

 

Als Führende ging ich auf das Rad und fuhr die ersten Kilometer alleine. Ich hatte mich zu Beginn über die Windschattenfreigabe gefreut - endlich mal nicht alleine die 20 km drücken. Von wegen: erst nach der Hälfte konnten meine Konkurrentinnen aufschließen. Wir waren nun zu dritt und der Druck fehlte erst einmal. Ok – wieder erst einmal Gas geben und die anderen etwas pushen. Nach einer Zeit harmonierten wir ganz gut und fuhren schnell die restlichen Kilometer zu Ende.

 

 

 

Ich ging als erste in die Wechselzone und lief natürlich erst einmal an meinem Radständer vorbei – toll gemacht. Nach einem etwas holprigen Wechsel ging es flott wieder auf die Laufstrecke.

 

 

 

Noch am Aufstieg aus der Tiefgarage zog ich an der Führenden Frau vorbei und ich setzte mich sofort ab.

Den Lauf konnte ich mir nun so einteilen wie ich wollte. Die anderen waren keine Gefahr für mich und ich genoss die letzten 2,5 km.

 

 

 

 

Ich konnte es gar nicht glauben, als ich auf die Zielgerade bog und ich erst wirklich realisierte, dass ich nicht nur meine Altersklasse gewinnen würde, sondern auch die gesamte Damenwertung!

Ich war so glücklich! Zudem durfte ich das erste Mal durch ein Zielband laufen. :D

Ich bin absolut überwältigt, was ich das Wochenende geschafft habe.

 

 

 

 

 

 

 

2 Wettkämpfe und 2 Weltmeistertitel und zudem in der Frauenwertung beide male so gut zu platzieren ist einfach nur unglaublich.

Ich hätte niemals damit gerechnet und hoffte anfangs eventuell auf einen Podiumsplatz.

Im Anschluss fand direkt die tolle Siegerehrung statt. Es war ein unbeschreibliches Gefühl mit der Fahne (Dank Michael) auf das Podium zu steigen. Die Medaille ist was Besonderes und wird einen Ehrenplatz erhalten.

 

 

 

 

Der restliche Tag wurde einfach nur ausgeruht, gegessen und geschlafen.

 

Eigentlich wollte ich am Dienstag noch beim Crosstriathlon in Svendborg an den Start gehen. Leider fühlte ich mich jedoch nach den beiden Rennen und der Hitze total am A.... . Auch war mein Kopf richtig leer. Nach einigen Diskussionen habe ich mich dazu entschieden, meinem Körper die Auszeit zu geben und auf das Rennen zu verzichten. Diese Entscheidung ist für mich wirklich nicht leicht gewesen, da ich es liebe Mountainbike zu fahren. Trails und Downhills sind einfach geil.

 

So ging es dann nach einem gemütlichen Frühstück wieder (mit einem weinenden Auge) zurück Richtung Köln – auch wenn es mal wieder mit Stau etwas länger dauerte, kamen wir doch noch an.

Es war ein unbeschreibliches Wochenende. Es war wirklich anstrengend – Die Fahrt, der Stress und auch die Wettkämpfe waren nicht leicht. Dennoch habe ich die Tage mit meiner Mutter und Schwester genossen.

Ich bin sehr dankbar, dass sie mit dabei waren. Ihre tatkräftige Unterstützung und Anfeuerung haben mir sehr geholfen. Dankeschön für alles!

 

 

 

Fotos: Ingo Kutsch - Danke für die tollen Bilder!

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