Fall Semester 2018

Das erste Semester an der Florida Atlantic University in Florida ist nun schon vorbei. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Nun sitze ich schon daheim und das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu.

Wenn ich über das Semester nachdenke und es Revue passieren lasse, war es einfach nur überwältigend. So viele neue Eindrücke, Kultur, Training, Uni und vieles mehr. Alles war komplett neu für mich.

Der erste Eindruck war richtig gut. Die Uni gefiel mir!! Die Mädels aus dem Team sind super nett und mit dem Coach kam ich von vorne herein super klar.

Turbulent wie der Beginn war - Post verlor mein Visum, kein Reisepass, kann ich überhaupt noch fliegen? - ging es auch weiter.

Das Transcript, die Noten der deutschen Uni, zu wenig Credits und weiteres bereiteten mir in den ersten Wochen schlaflose Nächte und stundenlange Beschäftigung am Tag. Nervlich war ich komplett am Ende. Meine Startberechtigung für die kommende Saison mit dem Team, hing davon ab.

Kurz gesagt - Ich habe trotz aller Versuche von mir und der Uni leider keine Startberechtigung für die ersten beiden Semester erhalten. Das heist, keine Rennen im Cross Country, Indoor track, oder Outdoor track. - Das war ein Schlag ins Gesicht.

Nun gut, es muss weiter gehen und ich versuche das Positive zu sehen - und es gibt ja noch 3 weitere Jahre ;)

Der Coach und die Uni haben mich wirklich tatkräftig in dieser Zeit unterstützt. Ich bin für diese Hilfe und Unterstützung immer noch sehr dankbar.

Die Tage waren grundsätzlich ausgeplant. Uni, Hausaufgaben, Training, Essen und Schlafen - mir wurde nie langweilig.

Ich muss gestehen, das Training war komplett neu für mich - mehr oder weniger von 0 auf 100.

Mein Trainingsumfang und -intensität haben sich wirklich gesteigert. Zuvor bin ich noch nie im Team gelaufen, und die Geschwindigkeiten waren doch etwas anders als gewohnt ;). Alles Neuland für mich.

Es macht alles viel Spass und langsam fange ich an, mich an alles zu gewöhnen. Ich bin sehr glücklich mit meinem Coach. Er ist wirklich besorgt und achtet auch darauf, dass ich nicht zu viel laufe.

Glücklicherweise ist er damit einverstanden, dass ich zusätzlich Schwimmen und Radfahren kann. - Triathlon ist und bleibt mein Sport.

Die Trainingsbedingungen sind an der Uni genial. So viele Möglichkeiten, dazu das tolle Wetter (ich friere nicht mehr so oft ;-) ).

Die Wochen vergingen rasend schnell und schon war die Cross Country Season für die Mädels vorbei.

Die Conference Championships wurden dieses Jahr sogar in Boca Raton ausgetragen. Das freute mich sehr, somit konnte ich dort zuschauen.

Einerseits war ich natuerlich traurig, dass ich nicht an der Startlinie stehen konnte. Dennoch war es so motivierend und schön mit anzusehen - und nächstes Jahr bin ich definitiv mit dabei.

Natürlich gab es noch viele Erlebnisse außerhalb Uni und Training.

Halloween in Amerika. Wie es sich gehört haben wir sogar mit dem Team Pumpkin Carving gemacht. Das war cool. :)

Ein weiteres Highlight war Thanksgiving. Diejenigen, die nicht die Möglichkeit hatten, über die freien Tage nach Hause zu fahren, wurden von Coach zum Abendessen eingeladen.

Traditionell gab es natürlich Truthan und noch viel mehr. Es schmeckte so gut und der Tag war wirklich schön und gemütlich.

Das 1. Semester in Amerika lief sehr gut. Zu Beginn war ich wirklich überfordert. Die Sprache war überraschend kein Problem, jedoch gab es enorm viel zu tun. Jede Stunde gab es I-qlicker Fragen, Hausaufgaben, Tests, Examen, Quizze und so weiter. Da wurde man wirklich auf Trab gehalten.

Am 5. Dezember hatte ich Geburtstag. Der erste Geburtstag allein in Amerika. Wir hatten keinen Unterricht und ich genoss den Tag und relaxte. Als Überraschung haben mir meine Eltern einen Kuchen bestellt. Ich war so überglücklich. Ein Schokoladenkuchen! Wie sie mich kennen - Schokoüberladen. Für keinen Schokofreak wäre es definitiv zu viel des guten - also perfekt und köstlich für mich.

Als I-Tüpfelchen bekam ich sogar noch ein Paket pünktlich an meinem Geburtstag - von meiner Familie. Das war wirklich zu viel und hat alles übertroffen. Ich war sprachlos.

Abends ging es zur Holiday Mile. Es war ein Spass-Road Race, an dem das ganze Team teilgenommen hat. Eine Meile - Vollgas - die Strasse entlang. Danach gab es eine Parade durch Boca Raton.

Leider bereiteten mir meine Beine die Woche ziemliche Probleme und Schmerzen, sodass mein Start ungewiss war.

Dennoch wollte ich es versuchen zu starten. Ich kam ins Ziel - Top. Mit der Zeit bin ich nicht zufrieden. - wie immer.

Es war ein schöner Geburtstagsabschluss und es war eine Freude mit dem Team am Start zu stehen. Ich war glücklich.

Nach dem Lauf mussten die die Abschlussexamen geschrieben werden. und das Semester fand ein Ende. Ich habe alles sehr gut gemeistert und das Semester mit "A" abgeschlossen. Ich bin happy :-) .

Am 14. Dezember war unser letztes gemeinsames Training. Am nächsten Tag ging es zurück nach Deutschland - Weihnachtsferien.

Fazit: Die Entscheidung zur FAU zu gehen war absolut richtig. Es ist viel Arbeit und oft nicht leicht - aber ich bin überglücklich. Jeder Tag bereitet mir unbändige Freude. An der FAU habe ich tolle Bedingungen und ein super Unterstützung.

Vielen, vielen Dank an Couch Smolka, und Jacky. Ihr habt einen großen Teil daran beigetragen.

Ich freue mich wirklich auf das nächste Semester! Ich bin gespannt wie es weiter gehen wird.

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