Indoor Conference USA Championships 20.02. - 21.02.2021

Endlich war es so weit, unsere Conference Championship standen dieses Wochenende an! Ich freute mich, ich habe so viel Fortschritte gemacht. Ich war gut in Form.


Diese Woche hatten wir sogar 3 Corona Tests an 3 Folgetagen – intensiv sag ich nur.


Donnerstag 18.02.2021

06:30 Uhr - wir trafen uns an der Uni und wurden ein letztes Mal auf Corona getestet. Im Anschluss begann unsere Reise nach Birmingham, Alabama. Am späten Nachmittag kamen wir an unserem Hotel an. Es war richtig kalt – zum Glück hatte ich meine Winterjacke dabei. Nach einem Lebensmitteltrip machten wir unseren kleinen Shake-out Run und danach ging es ins Bett.


Freitag 19.02.2021



Den heutigen Tag hatten wir bis auf einen gemeinsamen Lauf frei und konnten uns ausruhen. Ansonsten verbrachte ich den Tag mit den Mädels und Hausaufgaben. Es tat gut einen Tag Ruhe zu haben, das Reisen zehrt sehr und ich war richtig müde. Abends bestellten wir bei Olive Garden und es gab eine Pasta Party.



Samstag 20.02.2021 – Meet Day 1

Mein Lauf fand erst abends um 18:55 Uhr statt – 5km = 25 Runden um den Track. Das heißt ich hatte einen laaangen Tag vor mir. Dieser bestand aus Essen, Naps und Uni.

Am Vormittag fand der Pentathlon / Heptathlon und die Field Events und Nachmittags die Track Events statt – Vorläufe der kurzen Distanzen, der 5km Lauf und als Abschluss die DMR. Das ist die Distance Medley Relay - eine coole Kombination - 1200m, 400m , 800m, und 1600m.


4 Stunden vor dem Start begann mein übliches Pre Race Prozedere. Ich fühlte mich gut. Ich war ausgeruht und fit – psychisch und physisch.

1 ½ stunden vor dem Start bin ich zum Crossplex gelaufen (Wir hatten unser Hotel wieder direkt neben dem Track). Zu unserem „Glück“ sind die Heizer in der Halle zuvor in der Nacht kaputt gegangen, das heißt die Halle war zum Frieren kalt – da war es draußen in der Sonne fast wärmer. Egal, besser als in Clemson zuvor, dort war es stickig heiß. :D

Um 18:00 Uhr machte ich mich mit Morgan auf zum Aufwärmen (wir beide waren die 5km Crew der FAU).

Als wir zum Start aufgerufen wurden, war ich gut drauf – motiviert und ehrgeizig. Das wird heut was, dacht ich mir. Insgesamt waren 19 Mädels am Start, meiner Meinung nach, eine ganze Menge. Der Start geling mir gut und ich absolvierte eine schnelle erste Runde. Ich wollte mir jegliches Gedränge sparen.

Die, mit dem Coach abgesprochene Lauftaktik war, dass die Mädels das Tempo angeben und ich mich von ihnen ziehen lasse. So war es zumindest geplant. Die Realität? Sie nutzten mich die ersten 3km als Pacemaker aus - aus dieser Rolle kam ich nicht mehr. Wohl noch zu wenig Track-Erfahrung. Ich fühlte mich dennoch wohl, hielt meinen Schnitt und war locker unterwegs. Mein Magen grummelte etwas, ich konnte dies aber schnell Beiseite schieben.

Nach den 3 Kilometern machten die Mädels den erwarteten Antritt und zogen an mir vorbei – wie immer brachte mich das aus der Ruhe: ich kam aus dem Tritt, wurde eingeklemmt und die Lücke war da. Na super – mein Kopf setzte aus und ich hatte verloren in dem Moment. Ich zog die letzten 2 Kilometer allein zu Ende.

Mit Platz 7 (17:35) kann ich zufrieden sein; aber es ist nicht das, was ich erreichen wollte - was ich eigentlich kann.

Ich sehe es objektiv: es gibt wieder eine positive Entwicklung. Langsam aber stetig arbeite ich an meinem Kopf.


Während dem Lauf merkte ich schon etwas Probleme mit meinem Magen. Zum Ende hin wurde mir etwas schlecht. Als ich ins Ziel kam war mir schwindlig und ich wusste nicht, ob ich mein Essen nochmal durch den Kopf gehen lassen soll. Ich glaube die Rennzeit am Abend liegt mir nicht. Ich habe da immer wieder meine Probleme. Mein Bauch fing zum Krampfen an.

Es dauerte einige Minuten, bis ich mich einigermaßen bewegen konnte. Auslaufen ging auch nur so lala. Mir ging es wirklich nicht gut. Glücklicherweise konnte ich ziemlich schnell wieder essen und meine Speicher wieder auffüllen. Die Nacht war allerdings mau; geschlafen habe ich nicht. Die Magenkrämpfe hielten an.


Sonntag 21.02.2021 - Meet Day 2

Als ich aufwachte, natürlich zu meiner gewohnten Uhrzeit (5 Uhr), war ich erschöpft. Das macht mir ja eigentlich nichts aus, aber normalerweise liege ich auch um 20 Uhr im Bett. Und nicht so wie hier am Vortag um 23 Uhr. Meine Devise war so lange im Bett zu bleiben, wie es geht. Gelangweilt verbrachte ich die Morgenstunden im Bett und ich fühlte mich wieder besser. Mein Magen rebellierte noch leicht, aber das war zu ertragen.

Der Startschuss für die 3km fiel um 14:15 Uhr, also hatte ich noch etwas Zeit. Meine Priorität war nicht zu viel bewegen :D.

Dann war es wieder soweit, ich musste mich für das Rennen vorbereiten. Mein Ziel für heute: Durchkommen und hoffen, dass mein Körper mitspielt.

Die 3km Mädels wurden auf 3 Heats aufgeteilt – Heat 1 hatten keine Eingangszeiten, Heat 2 und dann Heat 3. Dieser war „das schnelle“ Heat (mit den schnellsten Eingangszeiten). Ich befand mich im dritten Heat gemeinsam mit Paige! Lauren und Morgan waren im 2. Heat.

Heat 1 und 2 waren beendet – also ging es für mich auf die Bahn. Sobald wir auf den Track dürfen, haben wir meistens immer noch eine Möglichkeit uns einmal „auszulaufen“ (oder keine Ahnung wie die das nennen). Im Endeffekt einen Stride. Irgendwie lustig, den Sinn versteh ich noch nicht so ganz – finde es aber ein gutes Gefühl.


Egal, wir wurden aufgereiht und es geht los.

Ich fing human an, reihte mich hinten ein. Ich wollte es gemütlich angehen lassen um das Rennen einfach „nach Hause zu bringen“. Ich habe meinem Körper einfach nicht vertraut und war unsicher. Es bildete sich schnell eine kleine Lücke – ich war hin und hergerissen: soll ich mitgehen? Ich machte den Fehler und blieb in der 2. Gruppe.

Ich fand meinen Tritt und war gelassen – Runde für Runde. Ich fühlte mich mental ruhig und hatte mental keine Zweifel. Ich lief und lief. Welche Pace ich lief, keine Ahnung – Coach habe ich dieses Mal nicht verstanden, da der Geräuschpegel einfach zu laut war. Die Runden verflogen und ich hatte keinen Überblick. Ich lief einfach mein Rennen. Als ich auf die letzte Runde bog realisierte ich: Mist, das wird knapp, ich kann sogar unter 10 Minuten kommen (eigentlich hatte ich das zuvor schon abgeschrieben). Ich zog die letzte Runde an. – 10:02 min und wieder Platz 7.


Mist, das war knapp. Das ist mir aber in dem Moment egal. Das Rennen hat mir deutlich aufgezeigt, wo meine mentale Schwäche liegt. Die beiden Wettkämpfe haben wieder viel Einblick in mein Unterbewusstsein gegeben.



Nach dem 3km Lauf habe ich gleich meine Mutter angerufen.

Erst einmal ein riesen Dankeschön an meine Eltern, die sogar nachts um 2 Uhr meine 5km (den spannendsten Wettkampf des ganzen Meets) angeschaut haben. Ich liebe euch so sehr!!

Ich hatte schon die erste Nachricht von ihr zu meinem Wettkampf bekommen. Auf jeden Fall wollte ich ihr persönlich über mein freudiges Rennen berichten. Sie wusste es ging mir schlecht, und ich erzählte ihr alles im Kurzformat.


Ihr Kommentar:

Madlen, du hattest keine Erwartungen. Du wolltest einfach bloß irgendwie durchkommen. Dir war alles egal, deswegen konntest du heute einfach laufen. Gestern hattest du dir wieder so viel Druck innerlich aufgebaut und dadurch verkrampft und blockiert. Lös dich von deinen Erwartungen, deinem Druck – dann kannst du laufen. Und wenn du heute noch fit gewesen wärest, hättest du auch keine Angst gehabt mit der ersten Gruppe mitzulaufen“.


Mama, das hast du aufs Wort getroffen. Danke. – Jap, so ist es.


Also heißt es weiterarbeiten. Ich freue mich jetzt schon auf den weiteren Prozess. Ich glaub daran, dass ich es bald schaffe! Ich bin traurig, dass die Indoor Season damit schon wieder vorbei ist. Langsam komme ich mit diesem Format zu Recht und ich freunde mich mit der 200m schiefen Bahn an. Ich wünschte, wir hätten noch einen weiteren Wettkampf!!

Im Gesamten waren die Conference Championships ein Erfolg für die FAU. Es gab viele gute Leistungen und PRs. In der Teamwertung erreichten wir Platz 7, das beste Ergebnis bisher!



Jetzt heißt es sich ausruhen. In der kommenden Woche findet kein Teamtraining statt.

Am 19.03. startet schon unsere Outdoor Saison! Seid gespannt.


Aber jetzt geht es wieder zurück nach Boca und der nächsten Corona Test steht schon wieder an - wie ich ihn liebe ;-).


_________________English version_________________

Finally, it was time our Conference Championship was coming up this weekend! I was happy I had made so much progress. I was in good shape.


This week we even had 3 Corona tests on 3 following days - intense, I just say.


Thursday 18.02.2021

6:30 am - we met at the university and were tested for Corona one last time. Afterward, we started our journey to Birmingham, Alabama. We arrived at our hotel in the late afternoon. It was really cold - luckily I had my winter jacket with me. After a grocery trip, we did our shake-out run, and then I went to bed.


Friday 19.02.2021

Today we had the day off except for a run together. Otherwise, I spent the day with the girls and homework. It was good to have a day of rest, traveling is very exhausting, and I was tired.

In the evening, we ordered at Olive Garden and had a pasta party.


Saturday 20.02.2021 - Meet Day 1

My run was at 6:55 p.m. - 5km = 25 laps around the track. That means I had a looooong day ahead of me. The day consisted of eating, naps, and studying.

In the morning was the Pentathlon / Heptathlon and the field events, and in the afternoon, the track events - prelims of the short distances, the 5km run, and finally the DMR. That is the Distance Medley Relay, which is a cool combination - 1200m, 400m, 800m, and 1600m.


4 hours before the start, my usual Pre Race procedure started. I felt good. I was rested and fit - mentally and physically.

1 ½ hour before the start, I walked to the Crossplex (We had our hotel again right next to the track). To our "luck" the heaters in the hall broke down the night before, which means the hall was cold to freeze - it was almost warmer outside in the sun. Anyway, better than in Clemson before, there it was sticky hot. :D

At 6:00 pm I headed out with Morgan to warm up (we were both the FAU 5k crew).

When we were called to start, I was in a good mood - motivated and ambitious. That is going to be something today, I thought to myself. In total, there were 19 girls at the start, in my opinion, quite a lot. The start went well, and I completed a fast first lap. I wanted to save myself any crowding.

The race plan discussed with the coach was that the girls would set the pace and I would let them draft me. At least that was the plan. The reality? They used me as a pacemaker for the first 3km - I couldn't get out of this role. Probably still too little track experience. Nevertheless, I felt good, kept my average, and was relaxed on the track. My stomach grumbled a bit, but I was able to push this aside quickly.

After the 3 kilometers, the girls made the expected push and passed me - as usual, that made me lose my cool: I got off the pace, got trapped, and the gap was there. Great - my head stuck, I mentally blocked, and I had lost at that moment. I finished the last 2 kilometers alone.

I can be satisfied with 7th place (17:35); but it is not what I wanted to achieve - what I am capable of.

I see it objectively: there is a positive development again. Slowly but steadily, I am working on my head.


During the run, I already noticed some problems with my stomach. Towards the end, I felt a bit sick. When I crossed the finish line, I was dizzy, and I didn't know if I should let my food go through my head again. I don't think the race time in the evening suits me. I always have my problems there. My stomach started to cramp.

It took a few minutes before I could move around a bit. My cool-down was only decent as well. I was not feeling well. Fortunately, I was able to eat again pretty quickly and replenish my stores. The night was poor though; I didn't sleep. My stomach cramps continued.


Sunday 21.02.2021 - Meet Day 2

When I woke up, at my usual time of course (5 am), I was exhausted. I don't mind that, but normally I'm in bed at 8 pm as well. And not like here the day before at 11 pm. My motto was to stay in bed as long as possible. Bored, I spent the morning hours in bed, and I only felt a little bit better again. My stomach still rebelled slightly, but that was bearable.

The start gun for the 3k was at 2:15 pm, so I still had some time. My priority was not to do too much movement before the race :D.


Then it was time to prepare for the race again. My goal for today: get through it and hope my body plays along.

The 3km girls were split into 3 heats - Heat 1 had no entry times, Heat 2, and then Heat 3. This one was "the fast" heat (with the fastest entry times). I was in the third heat together with Paige! Lauren and Morgan were in Heat 2.

Heat 1 and 2 were finished - so it was onto the track for me. Once we are allowed on the track, we usually still have a chance to " run out" (or I don't know what they call it) once. A stride more or less. Kind of funny, I don't quite get the point yet - but I find it a good feeling.


Anyway, we got lined up, and off we go.

I started humanely, arranged myself in the back. I wanted to take it easy to just "bring the race home". I didn't trust my body and was unsure. A small gap quickly formed - I was in two minds: should I go with it? I made the mistake and stayed in the 2nd group.

I found my stride and was calm - lap after lap. I felt mentally calm and had no doubts. I ran and ran. What pace I was running, no idea - I didn't understand coach this time as the noise level was just too loud. The laps flew by, and I had no overview. I just ran my race. As I turned onto the last lap, I realized: crap, this is going to be close, I can even get under 10 minutes (actually I had written that off before). I started the last lap. - 10:02 min and again 7th place.


Dang, that was close. But I don't care at that moment. The race clearly showed me where my mental weakness lies. The two races gave a lot of insight into my subconscious again.


After the 3km run, I immediately called my mother.

First of all, a huge thank you to my parents who even watched my 5km (the most exciting race of the whole meet) at 2 am. I love you so much!!!

I had already gotten the first message from her about my race. Anyway, I wanted to tell her personally about my joyful race. She knew I was feeling bad, and I told her everything in brief.


Her comment:

"Madlen, you had no expectations. You just wanted to get through somehow. You didn't care about anything, that's why you could just run today. Yesterday you had built up so much pressure inside yourself again, which made you tense and blocked. Detach yourself from your expectations, your pressure - then you can run. And if you had been fit today, you wouldn't have been afraid to run with the first group."


Mom, you hit the nail on the head. Thank you. - Yep, that's it.


So it's time to keep working. I'm already looking forward to the rest of the process. I have faith that I will get it done soon! I'm sad that this means the indoor season is already over. I'm slowly coming to grips with this format, and I'm getting comfortable with the 200m banked track. I wish we had one more meet!!!

Overall, the Conference Championships were a success for FAU. There were many good performances and PRs. We finished 7th in the team standings, the best result yet!


Now it's time to rest up. In the coming week, there will be no team training.

On 19.03. our outdoor season already starts! Be curious.


But now it's back to Boca, and the next Corona Test is coming up - how I love it ;-).


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