UAB Blazer Classic 16.10.2020

Es ist wahr, wir hatten unseren ersten Wettkampf der Saison dieses Wochenende. Wer hätte damit gerechnet. Ich? Definitiv nicht, ehrlich gesagt hatte ich auch gehofft, dass nichts stattfinden würde. Wettkämpfe mit langen Reisen wollte ich zu dieser Zeit vermeiden. Aber das wird schon, dachte ich mir.


Das Semester ist auch schon zur Hälfte geschafft und die Midterms stehen an. Der Online Unterricht verläuft gut und ich mag es ehrlich gesagt sehr! Ich habe nur wenig Unterricht mit Live Atttendance, somit kann ich mir meinen Tag zum Großteil selbst einteilen. Aber der Arbeitsaufwand ist gewaltig. Gefühlt versucht jeder Kurs den nächsten mit Assignments zu übertreffen ;)

Sonst waren die vergangenen Wochen normaler Wahnsinn und eine Achterbahn der Gefühle, von Heimweh und Co war alles mit dabei.


Das Training lief gut. Langsam habe ich meine Struktur gefunden und es macht viel Spaß. Die letzten zwei Wochen habe ich einen Fortschritt gespürt...innerlich, mental. Ich fühlte mich wohler und hatte mehr Zuversicht. In den Workouts war ich einfach relaxed, frei im Kopf. Vielleicht geht doch mal etwas voran :)

Ich war gespannt, ob ich das in den Wettkampf umsetzen kann.


Wir werden jede Woche auf Covid getestet. In der jetzigen Wettkampfwoche standen sogar 3 Tests an! Die Tests sind wirklich unangenehm - bald ist das Gehirn wohl ganz draußen. :D


Wettkampfwoche:

Am Mittwoch den 14.10.20, ging es für das XC Team nach Birmingham, Alabama. Wir sind sehr früh aufgebrochen und kamen spät nachmittags an. Laaaaange Reise.

Kurz ausgeruht, dann machten wir unseren letzten race prep und dann war der Tag auch schon vorbei.












Am Donnerstag musste ich erst noch ein Quiz und eine Prüfung schreiben - das Student-Athleten Leben! In erster Linie ist man Student ;)

Nachmittags fuhren wir gemeinsam zur Wettkampfstrecke und besichtigten diese; 6 km mit 3 Runden waren zu bewältigen. Die Strecke hat definitiv ihre Tücken, aber ganz cool.












Freitag, 16.10.2020 - Race Day

Der erste Wettkampf nach vielen Monaten! 5:15 klingelte der Wecker: Endlich wieder mein Wettkampffrühstück; halbe Packung Toast mit Nutella. - Habe ich das doch vermisst.

Ich machte meine tägliche Routine wie vor jedem Lauf und dann fuhren wir mit den Vans zum Wettkampfort.

Anders als sonst, war ich ruhig, relaxed und gelassen - das gefiel mir.





Das Wetter war durchwachsen. Bewölkt und regnerisch. Die Temperaturen waren um die 10-12 Grad.

Jedes Team hatte seinen abgesteckten Bereich und sein persönliches Dixiklo. Ganz exklusiv :D






Das Meet war sehr groß, es gab insgesamt 3 Mädels und 3 Männer Rennen mit gut 10 Teams pro Lauf. Wir waren im 2. Heat und hatten unseren Start um 8:50 Uhr.

Zum Start mussten wir Masken tragen, danach konnten wir sie abnehmen.




Pünktlich fiel der Startschuss. Die Horde Mädels rannte die Wiesengerade hinunter. Mein Ziel ? Spaß haben und einfach "laufen". Ich wollte einfach mal ein Rennen ohne ein selbst kreiertes Chaos.


Mein Start war okay, nicht perfekt. Meine Beine waren etwas müde. Aber ich fand mich schnell in das Rennen. Wie so oft wurde ich hinten eingepfercht, diesmal beunruhigte es mich aber nicht. Ich versuchte mir meinen Weg freizumachen und nutzte die Außenbahn. Nach den ersten 2 km lichtete sich das Feld. Ich war im vorne mit dabei.

Mein Kopf? Da lief es; ich fühlte mich gut, relaxed und frei. :)

Die 3 Runden vergingen im Fluge - die Zeit verging schnell!















































Im Ziel. Platz 6 und eine PR. Und ich habe geweint. Geweint vor Freude und Erleichterung.


Aber nicht wegen der Zeit oder Platz - das ist mir egal. Es ging mir nicht darum.


Ich war glücklich und zufrieden mit meinem mentalen Fortschritt. Mir ist eine Last abgefallen. Ich habe mir die letzten Jahre das Leben nicht leicht gemacht. Das war der erste Schritt in die richtige Richtung - darauf kann ich jetzt aufbauen.

Und wenn ich ehrlich bin, ist noch Potential vorhanden- ich lag nach dem Rennen nicht erschöpft am Boden. - Da gibt es noch Verbesserungsbedarf :D


Nach unserem Rennen feuerten wir die Jungs an. Nachdem wir geduscht und zu Mittag gegessen haben ging es zurück zum Flughafen nach Atlanta.

Nach einer gut 3 stündigen Autofahrt kamen wir um kurz nach halb 6 Uhr Abends am Flughafen an mit der Nachricht:


Update: Flugzeitänderung: Flieger geht um 18:05 Uhr

Ohje, das kann spannend werden....wir kamen zum Check-In, als unser Boarding anfing.


Zu meinem Glück dauerte mein Security Check - 3 x so lange und ich wurde komplett überprüft. Nachdem ich immer am Verhungern bin, habe ich unendlich viel zum Essen dabei. Ich bin immer vorbereitet. Das war für die Sicherheitsbeamten sehr interessant. Somit wurde mein Essen sortiert und leider einiges aussortiert (die Schokolade haben Sie aber nicht genommen ;-) )


Dazu muss Atlanta einer der groeßten Flughafen sein.


Als ich endlich durch den Security Check war blieben noch 10 Minuten zum Abflug. Natürlich, erst mal noch mit einem Zug fahren. Dann bin ich mit den Mädels fast 2 Meilen durch den ganzen Flughafen zu unserem Gate gerannt. Ich dachte ich kann nicht mehr. Race after Race.


18:04 Uhr - wir waren am Gate; und wir schafften es. Wuuhu. Das war zu viel Action nach dem Wettkampf.

Nach 2 Stunden Flug kamen wir in Fort Lauderdale an.....nun der Gedanke: Schaffte es unser Gepäck auch? - In der Tat. "Fast" alle Koffer kamen in FLL an...fast...eine Tasche wurde aus versehen nach Baltimore geschickt. Ups. :D


Naja, wenn alles reibungslos laufen würde, ist es doch langweilig.


Auf jeden Fall waren es ereignisreiche Tage!








































English Version:

It's true, we had our first competition of the season this weekend. Who would have expected that? Me? Definitely not, to be honest I also hoped that nothing would happen. I wanted to avoid competitions with long journeys at that time. But it will be alright, I thought to myself.


The semester is already halfway through and the midterms are coming up. The online classes are going well and I honestly like it a lot! I have only a few lessons with live attendance, so I can organize most of my day by myself. But the amount of work is enormous. I have the feeling that every course tries to outdo the next one with assignments ;)

Otherwise, the last weeks were normal craziness and a rollercoaster of feelings, from homesickness and co.


The training went well. Slowly I have found my structure and it is a lot of fun. In the last two weeks, I felt progress... inside, mentally. I felt more comfortable and had more confidence. In the workouts, I was just relaxed, free in my mind. Maybe something is progressing :)

I was curious if I can put this into the race.


We get tested for Covid every week. In the current week of competition, we even had 3 tests! The tests are really uncomfortable - soon the brain will probably be completely removed. :D


Race week:

On Wednesday the 14.10.20, the XC Team went to Birmingham, Alabama. We left very early and arrived late in the afternoon. Looooong journey.

A moment of rest, then we did our last race prep and then the day was over.


On Thursday, I had to take a quiz and an exam - the student-athlete life! In the first place, you are a student ;)

In the afternoon, we drove to the racecourse and checked it out; 6 km with 3 laps were to master. The course definitely has its difficulties, but it was really cool.


Friday, 16.10.2020 - Race Day

The first race after many months! 5:15 am the alarm clock went off: Finally my competition breakfast again; half a pack of toast with Nutella. - I missed that after all.

I did my daily routine like before every run and then we drove with the vans to the location of the competition.

Unlike usual, I was quiet, relaxed, and calm - I liked that.


The weather was mixed. Cloudy and rainy. The temperatures were around 10-12 degrees Celsius.

Each team had their own area and their own personal porta-potty. Very exclusive :D


The meet was very big, there were 3 girls and 3 men heats with about 10 teams per run. We were in the 2nd heat and had our start at 8:50 am.

For the start we had to wear masks, afterward, we could take them off.


On-time the gun was fired. The horde of girls ran down the grass road. My goal? To have fun and just "run". I just wanted a race without self-created chaos.


My start was okay, not perfect. My legs were a bit tired. But I quickly found myself in the race. As so often I was stuck in the back, but this time it didn't bother me. I tried to free my way and used the outside lane. After the first 2 km, the field became lighter. I was in the front pack.

My head? There it was going; I felt good, relaxed, and free. :)

The 3 laps went by in no time - the time passed quickly!


In the finish. Place 6 and a PR. And I cried; cried because of joy and relief.

But not because of the time or space - I don't care. It wasn't about that for me.


I was happy and satisfied with my mental progress. A burden fell off me. I have not made life easy for myself in the last years. That was the first step in the right direction - I can build on that now.

And to be honest, there is still potential - I was not exhausted after the race. - There is still room for improvement :D


After our race, we cheered the guys on. After a shower and lunch, we went back to the airport in Atlanta.

After a good 3 hour drive we arrived at the airport shortly after half-past five in the evening with the notice:


Update: Flight time change: plane leaves at 18: 05 clock.

Oh dear, this can be exciting....we came to the check-in when our boarding started.

"Luckily" my security check took 3 times as long and I was completely checked. Since I am always starving, I have an endless amount of food with me. I am always prepared. ;) This was very interesting for the security guards. So my food was sorted and unfortunately, some things were sorted out (but they did not take the chocolate ;-) )

Also, Atlanta must be one of the largest airports.

When I finally got through the security check there were 10 minutes left for departure. Then I ran with the girls almost 2 miles through the whole airport to our gate. I thought I could not go on any longer. Race after race.


18:04 - we were at the gate; and we made it. There was too much action after the race.

After a 2 hour flight we arrived in Fort Lauderdale ....now the thought: Did our luggage make it? - YES. "Almost" all suitcases arrived in FLL...almost...one bag was sent to Baltimore by mistake. Oops. :D


Well, if everything would run smoothly, it would be boring.

In any case, they were eventful days!


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